Ich lebe noch!!! Die Bloggerwelt hat mich wieder :)
Heute melde ich mich mit einem Buch zurück, dass zwar volle Geschwindigkeit verspricht, ich aber am meisten damit gebummelt habe ;) Wieso erfahrt ihr jetzt:
„Voll Speed“ von Moritz Matthies, erschienen 2013 im
Scherz-Verlag, ist das zweite Buch über die detektivischen Erdmännchen aus dem
Berliner Zoo. Diesmal ermitteln die kleinen Publikumslieblinge in einem Fall der
die Boxerszene, das Drogenmilieu und die Kanalisation vereint.
Die Erdmännchenbrüder Ray und Rufus stoßen bei ihren
Rundgängen durch den Zoo auf eine Wasserleiche. Als sie ihren menschlichen
Freund Phil zur Hilfe rufen, erkennt dieser seinen ehemaligen Kumpel und ist
somit wieder mitten drin in seiner nächsten Aufgabe, die ihn aus seinem
Alkoholikertrott rauszieht. Auch die anderen Zootiere unterstützen wieder die Ermittlungen,
wenn sie nicht gerade selbst tatverdächtig sind…
Die Story ist tierisch, rasant, witzig und mit angenehm
leichten Krimi-Elementen. Erdmännchen mag irgendwie jeder, obwohl viele kaum
was über sie wissen! (Nein, es sind KEINE Nager, sondern Beutegreifer!!!) Vor allem
haben Erdmännchen mehr interessantes zu bieten als sich auf den Hinterbeinen
stehend die Klöten zu kratzen!
Das Cover ist wieder sehr cool. Der Style ist ähnlich dem
Vorgänger und macht dem potentiellen Käufer deutlich was ihn erwartet und die
Alarmfarbe Rot ist passend gewählt.
Der Titel „Voll Speed“ ist nach dem Lesen komplett schlüssig:
es geht um ein schnelles Boot, um zügige Ermittlungen, aber auch um anregende
Bewusstseinserweiterung. Dass ich mit dem Buch so gebummelt habe und es mich wochenlang
über tausende Kilometer begleitet hat, liegt einzig und allein an mir. Ich
wollte Ray und Rufus den afrikanischen Kontinent zeigen. Vor Ort lernte ich
dann, dass es Erdmännchen offenbar gar nicht in Ostafrika gibt, sondern nur in
Süd- und Westafrika, wo ich ja leider nicht war. Ich hatte auch viel zu viel
andere Dinge in Ostafrika zu tun als Ray und Rufus bei den Ermittlungen zu
helfen, aber trotzdem gab es keinen schöneren Leseplatz auf der Welt als dieses
Foto hier zeigt:
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Da ich den Vorgänger „Ausgefressen“ zwar nur mittelmäßig fand, aber trotzdem von
der Idee begeistert war, habe ich „Voll Speed“ eine Chance gegeben. Ich bin
darüber im Endeffekt auch sehr froh und möchte einen Vergleich anstellen: Das
zweite Buch hat mir deutlich besser gefallen. Diesmal haben die Wege und Gehege
im Zoo mit dem realen Plan soweit übereingestimmt, dass ich als Dauerbesucher
auch ein richtiges Bild im Kopf haben konnte. Außerdem waren die Sprüche und
Witze diesmal viel spontaner und kesser. Ich hab mich öfter beim lauten Auflachen
erwischt als beim ersten Buch. Wieder sehr gut gefallen hat mir die unterschwellige
Sozialkritik und das Projezieren der zwischenmenschlichen Probleme auf die
Tiere.
Das Buch bekommt von mir 4 von 5 Sternen, denn es hat sich
deutlich zum Vorgänger gesteigert und macht mich sehr neugierig auf den
hoffentlich nächsten Teil!!!