Das vierte Verlosungs-Buch zur Welttag des Buches-Aktion steht fest!!!
Freundlicherweise hat der mvg-Verlag mir erlaubt das Buch "Solange mein Herz für euch schlägt" zu verlosen.
Ich werde auch dieses Buch in den kommenden Wochen lesen und euch hier vorstellen! Natürlich ist das Verlosungsexemplar ein originalverpacktes neues Buch!!!
Ende März/Anfang April erfahrt ihr hier, wie ihr an der Verlosung teilnehmen könnt!
Donnerstag, 21. Februar 2013
Mittwoch, 20. Februar 2013
Mein aktueller Rezi-Stapel
Heute möchte ich Euch mal die Bücher zeigen, die ich in den nächsten Wochen rezensiere.
Drei davon werden zum Welttag des Buches verlost (als ungelesenes Exemplare): Schicksalsgabe, Hundert Namen, Als Frau allein durch Afrika.
Von diesen Büchern hab ich meine eigenen Exemplare, die ich zum rezensieren nehme!
Vielen Dank an die Verlage für folgende Rezensionsexemplare:
Schwarzkopf & Schwarzkopf: Alles auf Hochzeit von Hanna Donath
Fischer Verlage: Voll Speed von Moritz Matthies
Fischer Verlage: Warum sind Orang-Utans orange von Mick O`Hare
mvg-Verlag: Solange mein Herz für euch schlägt von Sabine Niese
Conrad-Stein-Verlag: Als Frau allein durch Afrika von Gisela Johannßen
Aktuell lese ich noch Daniela Winterfeld: Der geheime Name , das ich in den nächsten Tagen hier im Blog ausführlich vorstelle!!! Ein Wahnsinnsbuch, ihr könnt Euch freuen!
Drei davon werden zum Welttag des Buches verlost (als ungelesenes Exemplare): Schicksalsgabe, Hundert Namen, Als Frau allein durch Afrika.
Von diesen Büchern hab ich meine eigenen Exemplare, die ich zum rezensieren nehme!
Vielen Dank an die Verlage für folgende Rezensionsexemplare:
Schwarzkopf & Schwarzkopf: Alles auf Hochzeit von Hanna Donath
Fischer Verlage: Voll Speed von Moritz Matthies
Fischer Verlage: Warum sind Orang-Utans orange von Mick O`Hare
mvg-Verlag: Solange mein Herz für euch schlägt von Sabine Niese
Conrad-Stein-Verlag: Als Frau allein durch Afrika von Gisela Johannßen
Aktuell lese ich noch Daniela Winterfeld: Der geheime Name , das ich in den nächsten Tagen hier im Blog ausführlich vorstelle!!! Ein Wahnsinnsbuch, ihr könnt Euch freuen!
Sonntag, 10. Februar 2013
Blogger schenken Lesefreude
Mein 50. Blogeintrag, hipp-hipp-hurraaaaaa....
Dieser verdient natürlich besondere Aufmerksamkeit und deshalb widme ich ihn einer besonders schönen Aktion, in der sich unzählige Blogger vereinen!
Am 23.4.2013 findet wieder der Welttag des Buches statt, bei dem ich 5 Bücher verlose! 3 davon kann ich Euch schon kurz zeigen:
"Allein als Frau durch Afrika" wurde freundlicherweise vom Conrad-Stein-Verlag gesponsort. https://www.facebook.com/outdoorverlage
Alle Bücher sind neu und ungelesen! Ich habe jeweils ein eigenes Exemplar und werde bis April diese Bücher hier noch rezensieren und Euch schmackhaft machen! Jeder Gewinner erhält zusätzlich noch ein Buch vom 2012er Welttag des Buches: Axel Hacke -Deutschlandalbum!
Die Teilnahmebedingungen für die Verlosung, sowie die 2 weiteren Titel erfahrt ihr Anfang April hier und auf meiner FB-Seite: Tinkers Buchwelt
Aber die offiziellen Rahmenbedingungen von der Aktion gibts hier:
Blog den Welttag des Buches
Blogger schenken Lesefreude
Wir Buch-Blogger sind Botschafter in Sachen Lesefreude und deswegen ist der Welttag des Buches unser Tag! An diesem besonderen Feiertag wollen wir die Welt mit unserer Begeisterung für Bücher anstecken. Wir werden bloggen wie die Wilden und wir werden Bücher verschenken!
Wer kann mitmachen?
Alle buchbegeisterten Blogger – egal ob Buch-Blog, Autoren-Blog, Alltags-Blog, Tech-Blog und egal, auf welcher Plattform gebloggt wird. Auch reine Facebook-Fanpages sind willkommen!
Wie lautet der Plan?
Am 23.4.2013, dem Welttag des Buches, veröffentlichen alle teilnehmenden Blogger einen Beitrag, in dem sie ein Buch verlosen. Natürlich sind wir neugierig, warum ihr euch gerade für dieses Buch entschieden habt! Ist es ein Buch von einem Lieblingsautor sein, ein unentdecktes Buchjuwel, ein Buch aus Kindertagen oder ein Überraschungstitel?
Leser, die diese Bücher gewinnen möchten, kommentieren eure Beiträge. Verlost werden die Bücher am 30. April.
Wo kann ich mich anmelden?
Mit diesem Formular:
https://docs.google.com/spreadsheet/viewform?formkey=dGhOdlhaWDBEc3o5WGxQeEdQUzRnSEE6MQ
Wir benötigen deine Blog-Url, den Namen des Blogs, deine E-Mail-Adresse, deine Facebook-Fanpage (falls vorhanden) und den Titel des Buches, das Du verschenken möchtest. Falls Du den Titel noch nicht festlegen möchtest, kannst Du ihn auch nachmelden.
Was macht ihr mit diesen Angaben?
Wir sammeln alle teilnehmenden Blogs und veröffentlichen auf Facebook und Twitter, welcher Blog welches Buch verschenkt.
Wer steckt hinter der Aktion?
Gestartet wurde diese Gemeinschaftsaktion von Christina von http://pudelmuetzes-buecherwelten.de/ und Dagmar alias http://geschichtenagentin.blogspot.de/. Aber das finden wir nicht wichtig – für uns ist das eine Gemeinschaftsaktion von buchbegeisterten Bloggern für lesebegeisterte Menschen!
Ich habe noch Fragen!
Für weitergehende Fragen haben wir ein Forum eingerichtet und eine Facebook-Seite:
www.BlogdenWelttagdesBuches.carookee.net
www.facebook.com/BloggerschenkenLesefreude
Lasst uns den Welttag des Buches gemeinsam feiern – Wir Blogger, Wir Leser, Wir Buch-Fans!
Donnerstag, 7. Februar 2013
"Sehet die Sünder" - Liv Winterberg
„Sehet die Sünder“ von Liv Winterberg, erschienen 2012 im Deutschen
Taschenbuch Verlag dtv, ist ihr zweiter historischer Roman, der Fiktion
mit hervorragend recherchierten wahren Begebenheiten verbindet.
Diesmal entführt uns die Autorin in die Bretagne um 1440. Dort geschehen mysteriöse Morde, die von Bauern, Baronen und Bischöfen aufgeklärt werden müssen. Wer steckt dahinter? Sind die armen Bewohner des Dorfes, die verschwenderischen Schlossbesitzer oder gar Mitglieder der Kirche die Täter?
Nachdem ich von Liv Winterbergs Romandebüt „Vom anderen Ende der Welt“ so sehr begeistert war, habe ich sehnsüchtig auf ihr zweites Werk gewartet. Auch wenn es vom historischen Hintergrund und der kompletten Atmosphäre ein völlig anderes Buch ist, so bin ich doch diesmal wieder begeistert. Die Autorin muss sehr intensiv und lange recherchiert haben um sich in den real existierenden Fall des Barons Gilles de Rais eingearbeitet zu haben. Seine Biografie liegt dem Buch zugrunde und ihm wird mit der Romanfigur des Baron Amédé de Troyenne wieder Leben eingehaucht.
Das Buch hat mehrere Erzählstränge, die für sich allein erzählt werden, aber am Ende alle miteinander verwoben sind. Im Dorf Saint Mourelles verschwinden Kinder, im Schloss verschwinden Angestellte und der Notar des Bischofs von Nantes verstrickt sich in eine Affäre mit der Schlossherrin. Einzig beim Erzählstrang mit dem Bischofspalast hatte ich leichte Schwierigkeiten, denn darin kamen Worte und Formulierungen vor, mit denen ich sonst wenig zu tun habe, aber am Ende des Buches befindet sich ein Glossar, der sehr hilfreich ist.
Trotz zahlreicher schrecklicher Vorkommnisse fühlte sich das Lesen sehr gut an und am Ende ist das Buch in sich absolut stimmig. Der Schreibstil ist gut und ich fühle mit den Personen mit... jedesmal wenn ein neues Opfer zu beklagen war, war ich tief betrübt.
Die Protagonisten sind gut dargestellt, trotzdem musste ich anfangs ab und zu zur Personenübersicht auf den ersten Seiten des Buches zurückblättern, da es doch sehr viele Akteure gibt. Die Themen sind sehr vielseitig: es gibt Liebe, Hochmut, geheimnisvolles Verschwinden von Kindern, Affären, Betrug, Tod... und vieles mehr.
Liv Winterberg hat es wieder geschafft mich in eine mir vorher völlig unbekannte Umgebung und Zeit zu entführen, sie hat mir viele neue Erkenntnisse und zahlreiche emotionsgeladene Lesestunden beschert. Obwohl ich mich sonst wenig für Geschichte interessiere, versteh es Liv mich für ihre historischen Romane sehr zu begeistern. Ich bin gespannt welches Thema Liv als nächstes wählt und ich freue mich schon sehr darauf!
„Sehet die Sünder“ bekommt von mir 4 von 5 Sternen!
Diesmal entführt uns die Autorin in die Bretagne um 1440. Dort geschehen mysteriöse Morde, die von Bauern, Baronen und Bischöfen aufgeklärt werden müssen. Wer steckt dahinter? Sind die armen Bewohner des Dorfes, die verschwenderischen Schlossbesitzer oder gar Mitglieder der Kirche die Täter?
Nachdem ich von Liv Winterbergs Romandebüt „Vom anderen Ende der Welt“ so sehr begeistert war, habe ich sehnsüchtig auf ihr zweites Werk gewartet. Auch wenn es vom historischen Hintergrund und der kompletten Atmosphäre ein völlig anderes Buch ist, so bin ich doch diesmal wieder begeistert. Die Autorin muss sehr intensiv und lange recherchiert haben um sich in den real existierenden Fall des Barons Gilles de Rais eingearbeitet zu haben. Seine Biografie liegt dem Buch zugrunde und ihm wird mit der Romanfigur des Baron Amédé de Troyenne wieder Leben eingehaucht.
Das Buch hat mehrere Erzählstränge, die für sich allein erzählt werden, aber am Ende alle miteinander verwoben sind. Im Dorf Saint Mourelles verschwinden Kinder, im Schloss verschwinden Angestellte und der Notar des Bischofs von Nantes verstrickt sich in eine Affäre mit der Schlossherrin. Einzig beim Erzählstrang mit dem Bischofspalast hatte ich leichte Schwierigkeiten, denn darin kamen Worte und Formulierungen vor, mit denen ich sonst wenig zu tun habe, aber am Ende des Buches befindet sich ein Glossar, der sehr hilfreich ist.
Trotz zahlreicher schrecklicher Vorkommnisse fühlte sich das Lesen sehr gut an und am Ende ist das Buch in sich absolut stimmig. Der Schreibstil ist gut und ich fühle mit den Personen mit... jedesmal wenn ein neues Opfer zu beklagen war, war ich tief betrübt.
Die Protagonisten sind gut dargestellt, trotzdem musste ich anfangs ab und zu zur Personenübersicht auf den ersten Seiten des Buches zurückblättern, da es doch sehr viele Akteure gibt. Die Themen sind sehr vielseitig: es gibt Liebe, Hochmut, geheimnisvolles Verschwinden von Kindern, Affären, Betrug, Tod... und vieles mehr.
Liv Winterberg hat es wieder geschafft mich in eine mir vorher völlig unbekannte Umgebung und Zeit zu entführen, sie hat mir viele neue Erkenntnisse und zahlreiche emotionsgeladene Lesestunden beschert. Obwohl ich mich sonst wenig für Geschichte interessiere, versteh es Liv mich für ihre historischen Romane sehr zu begeistern. Ich bin gespannt welches Thema Liv als nächstes wählt und ich freue mich schon sehr darauf!
„Sehet die Sünder“ bekommt von mir 4 von 5 Sternen!
Freitag, 1. Februar 2013
"Wer schön sein will, muss reisen" - Tine Wittler
Mit „Wer schön sein will muss reisen – Ein Selbstversuch im Land der runden Frauen“ (erschienen 2012 im Scherz-Verlag) stellt Tine Wittler das Schönheitsideal der westlichen Welt dem der westafrikanischen Welt gegenüber und beleuchtet die Entwicklung dieser beiden gegensätzlichen Ansätze.
Eigentlich sollte dieses Buch wieder ein Roman werden, aber beim Recherchieren stellten Tine und ihre Agentur fest, dass Fiktion in diesem Fall nicht bewirken kann, was die Autorin selbst vor Ort erleben würde. Also wurde das Romanprojekt mit viel Mühe und noch mehr Ehrgeiz in ein journalistisches Projekt in Tagebuchform umgearbeitet. Die Reise erforderte zwar viel Willenskraft, Risikobereitschaft und Durchhaltevermögen, aber wenn der Leser nur einen Funken der Energie, die ins Projekt gesteckt wurde, für sich herausziehen kann, dann hat sich das ganze schon gelohnt.
Nachdem der geplante Roman nun doch realistischen Plänen wich, begann der erste Kampf, nämlich der mit den deutschen Behörden, die es Tine und ihrem Team nicht einfach machten, in ein Krisengebiet wie Mauretanien zu reisen, zumal eigentlich keiner richtig Ahnung hatte, was sie dort wirklich erwartet. In Mauretanien lernt Tine viele spannende Menschen kennen und kann aufregende Kontakte knüpfen, über die sie uns sehr ehrlich und aufgeschlossen berichtet. Das Buch schenkt uns Einblicke in Methoden, die die Menschen anwenden um dem vorherrschenden Schönheitsideal zu entsprechen. Tine trifft auf Menschen, die nicht nur ihr Weltbild, sondern auch das des Lesers mächtig durcheinander wirbeln.
Tine Wittler ist nicht nur die pralle Wohnexpertin, Tine Wittler ist eine tolle Frau, eine großartige Autorin und hervorragende Journalistin. Aber vor allem beweist sie Mut und Stärke, indem sie mit ganzem Herzen besonders ist und sich nicht den Zwängen einer Gesellschaft unterordnet. Für mich ist Tine Wittler eine Koryphäe, ein Vorbild und eine Rebellin. Sie meistert ihr Leben als öffentliche Person, Moderatorin, Wohnexpertin, Barbesitzerin, Modedesignerin, Autorin und sicher noch einiges mehr. Aber am meisten bewundere ich ihren Mut sich an delikate Themen zu wagen.
Ich habe alle ihre bisherigen Bücher gelesen. Darin beweist sie jede Menge Humor, Schreibtalent und Selbstironie. Im neuen Buch beweist sie zusätzlich, dass sich ihr Studium der Kommunikationswissenschaften durchaus gelohnt hat. Sie kann den Leser mitreißen und ihm Einblicke in unbekannte Teile der Welt verschaffen. Aber vor allem versteht sie es aus der Masse hervorzustechen und das Schubladendenken in unseren Köpfen mächtig durcheinander zu rütteln. Mich hat das Buch sehr berührt, weil so viel Herzblut darin steckt und es beweist, dass man viel glücklicher sein kann, wenn man sich so akzeptiert, wie man ist.
Von mir bekommt das Buch volle Punktzahl, denn es ist informativ, sehr gut geschrieben und hat mir viele neue Denkansätze und Argumente beschert. Sehr gespannt bin ich auf den Film, der bei dieser Reise entstanden ist und der im Herbst 2013 in die deutschen Kinos kommen wird. Ich hoffe Tine traut sich in Zukunft an weitere heikle Themen, denn sie hat die besondere Gabe, den Leser mitzureißen und einen frischen Wind durch verstaubte Köpfe wehen zu lassen!
Donnerstag, 24. Januar 2013
"Und wieder Winter" - Anja Schauberger
Adoleszenz, Empathie, Melancholie
„Und wieder Winter“, erschienen 2012 bei Schwarzkopf-Schwarzkopf ist ein sehr melancholisches Jugendbuch, in dem Anja Schauberger ihre Geschichte vom Erwachsenwerden und der Krebserkrankung ihrer Mutter erzählt. Die Autorin schrieb mit diesem autobiografisch inspirierten Roman ihr Debüt und es ist ihr sehr gut gelungen.
Eigentlich möchte sich die junge Anna ganz auf ihre eigene Pubertät konzentrieren, auf ihre Freundinnen, ihre Partys, auf ihr Verliebtsein, die Probleme, die das mit sich bringt und das ganze Drumherum. Aber Annas Mutter ist zum zweiten Mal an Krebs erkrankt und Anna muss plötzlich mehr Verantwortung übernehmen als sie kann. Auch quälen sie die Gedanken, ob man sich überhaupt mit eigenen Sorgen befassen darf, wenn der Tod quasi schon an die Tür klopft.
Dieses sehr berührende Buch ist keine leichte Lektüre, auch wenn es sehr gut und verständlich geschrieben ist. Es bewegte mich sehr zu lesen wie sich ein junges Mädchen im kompliziertesten Abschnitt seiner Entwicklung noch zusätzlich mit dem möglichen Verlust der Mutter auseinander setzen muss.
Sehr gut fand ich aber auch die ständig präsente Frage: Darf man sich überhaupt um seine Teenagerprobleme kümmern, wenn die eigene Mutter so schwer erkrankt ist? Und darf man unabhängig davon sogar glücklich sein?
Das Buch erinnerte mich an ein Tagebuch, denn man liest über Dinge und Gedanken, die ein Teenager sonst nicht fremden Menschen anvertraut. Ab und zu schweiften diese Gedanken ab, oder es gab Informationen, die scheinbar nicht zum Kontext passten, aber gerade das machte für mich auch das Tagebuch-Feeling aus, denn darin landen ja meist alle Gedanken, die einem in den Kopf schießen.
Das Cover ist absolut perfekt, es ist zum Winter passend weiß, zur Jugend passend zart und zur Melancholie passend schlicht. Dass sich darin eine derart bewegende Geschichte verbirgt, deutet schon der Klappentext an.
Dieses Buch macht keine Freude, dennoch empfinde ich es als sehr wertvoll, denn es zeigt, dass hinter jedem strahlenden Lachen auch eine traurige Geschichte stecken kann. Jeder Mensch in unserem Umfeld hat eine Lebensgeschichte und hinter jeder Fassade gibt es verborgene Räume.
Jugendliche Leser lernen durch dieses Buch Empathie, das sich Reinfühlen in andere Personen und vor allem das Hinter-die-Fassade-Schauen. Aber das Buch zeigt auch den jungen Lesern, dass sie sich um sich selbst kümmern dürfen, auch wenn das ganze Leben um sie herum im Chaos zu versinken droht.
Von mir bekommt das Buch 4 von 5 gute Sterne.
„Und wieder Winter“, erschienen 2012 bei Schwarzkopf-Schwarzkopf ist ein sehr melancholisches Jugendbuch, in dem Anja Schauberger ihre Geschichte vom Erwachsenwerden und der Krebserkrankung ihrer Mutter erzählt. Die Autorin schrieb mit diesem autobiografisch inspirierten Roman ihr Debüt und es ist ihr sehr gut gelungen.
Eigentlich möchte sich die junge Anna ganz auf ihre eigene Pubertät konzentrieren, auf ihre Freundinnen, ihre Partys, auf ihr Verliebtsein, die Probleme, die das mit sich bringt und das ganze Drumherum. Aber Annas Mutter ist zum zweiten Mal an Krebs erkrankt und Anna muss plötzlich mehr Verantwortung übernehmen als sie kann. Auch quälen sie die Gedanken, ob man sich überhaupt mit eigenen Sorgen befassen darf, wenn der Tod quasi schon an die Tür klopft.
Dieses sehr berührende Buch ist keine leichte Lektüre, auch wenn es sehr gut und verständlich geschrieben ist. Es bewegte mich sehr zu lesen wie sich ein junges Mädchen im kompliziertesten Abschnitt seiner Entwicklung noch zusätzlich mit dem möglichen Verlust der Mutter auseinander setzen muss.
Sehr gut fand ich aber auch die ständig präsente Frage: Darf man sich überhaupt um seine Teenagerprobleme kümmern, wenn die eigene Mutter so schwer erkrankt ist? Und darf man unabhängig davon sogar glücklich sein?
Das Buch erinnerte mich an ein Tagebuch, denn man liest über Dinge und Gedanken, die ein Teenager sonst nicht fremden Menschen anvertraut. Ab und zu schweiften diese Gedanken ab, oder es gab Informationen, die scheinbar nicht zum Kontext passten, aber gerade das machte für mich auch das Tagebuch-Feeling aus, denn darin landen ja meist alle Gedanken, die einem in den Kopf schießen.
Das Cover ist absolut perfekt, es ist zum Winter passend weiß, zur Jugend passend zart und zur Melancholie passend schlicht. Dass sich darin eine derart bewegende Geschichte verbirgt, deutet schon der Klappentext an.
Dieses Buch macht keine Freude, dennoch empfinde ich es als sehr wertvoll, denn es zeigt, dass hinter jedem strahlenden Lachen auch eine traurige Geschichte stecken kann. Jeder Mensch in unserem Umfeld hat eine Lebensgeschichte und hinter jeder Fassade gibt es verborgene Räume.
Jugendliche Leser lernen durch dieses Buch Empathie, das sich Reinfühlen in andere Personen und vor allem das Hinter-die-Fassade-Schauen. Aber das Buch zeigt auch den jungen Lesern, dass sie sich um sich selbst kümmern dürfen, auch wenn das ganze Leben um sie herum im Chaos zu versinken droht.
Von mir bekommt das Buch 4 von 5 gute Sterne.
Sonntag, 13. Januar 2013
"George Clooney, Tante Renate und ich" - Fanny Wagner
Das quietschgelbe Buch mit witzigem Inhalt ist genau richtig zum Vertreiben des Winter-Blues!
„George Clooney, Tante Renate und ich“ ist zwar für Fanny Wagner ein Debüt, aber die Autorin veröffentlichte schon unter ihrem richtigen Namen Hermien Stellmacher unzählige Kinder-und Jugendbücher. 2012 erschien nun im Rowohlt Taschenbuch Verlag ihr „Weiberroman“.
Eva ist Mitte 30 und mit den Männern läuft‘s mies. In ihrer WG zieht ein heiratswilliger Typ aus, dafür aber die Singletante im Rentenalter ein. Wenigstens läuft‘s beruflich recht gut. Trotzdem ist das Chaos in vollem Gange, als eine der Mitbewohnerinnen der Tante das Online-Dating ans Herz legt. Und plötzlich kreuzt auch ein absoluter Traummann Evas Weg, der aber in geheimnisvolle Machenschaften verstrickt zu sein scheint.
Was alle ausgerechnet an George Clooney so toll finden, kann ich nicht nachvollziehen, aber Geschmäcker sind verschieden... ich glaube, dass jede Frau ihren eigenen "George" hat... den man anhimmeln und sich die schönsten Dinge mit ihm ausmalen kann... wenn er auch noch so weit entfernt vom eventuellen realen Partner ist. Der Fantasie sind eben keine Grenzen gesetzt.
Und ich hab überlegt, warum ich den Knaller vermisst habe, das Besondere.... irgendwie kamen mir alle Sachen bekannt vor, aber nicht aus anderen Büchern, sondern aus dem realen Leben... entweder mir oder einer meiner Freundinnen ist mindestens eine der Sachen passiert und wenn man schon mal damit konfrontiert war und sich damit auseinander setzen musste, ist es in diesem Buch dann keine Überraschung mehr. Aber irgendwie kann man das auch richtig als Kompliment sehen, denn die Geschichte ist nicht wirklich überzogen, denn es passiert so auch im Leben... vielleicht nicht ganz so gebündelt, dass es alles ein und derselben Person passiert, aber dafür sind ja Bücher da ;)
Ich fand das Buch gut, sehr gut geschrieben und absolut rund... Dass es MICH nicht überrascht hat, dafür kann ja das Buch nix! Beim Lesen sind mir einige herzhafte Lacher entfleucht, vermisst habe ich allerdings das große Gefühl.
Trotzdem bekommt das Buch von mir persönlich nur 3 Sterne mit deutlicher Tendenz zur 4, denn auch wenn es handwerklich gut gemacht ist, so ist es inhaltlich doch nur eine leichte Weiberliteratur, die mich nicht groß berührt hat.
„George Clooney, Tante Renate und ich“ ist zwar für Fanny Wagner ein Debüt, aber die Autorin veröffentlichte schon unter ihrem richtigen Namen Hermien Stellmacher unzählige Kinder-und Jugendbücher. 2012 erschien nun im Rowohlt Taschenbuch Verlag ihr „Weiberroman“.
Eva ist Mitte 30 und mit den Männern läuft‘s mies. In ihrer WG zieht ein heiratswilliger Typ aus, dafür aber die Singletante im Rentenalter ein. Wenigstens läuft‘s beruflich recht gut. Trotzdem ist das Chaos in vollem Gange, als eine der Mitbewohnerinnen der Tante das Online-Dating ans Herz legt. Und plötzlich kreuzt auch ein absoluter Traummann Evas Weg, der aber in geheimnisvolle Machenschaften verstrickt zu sein scheint.
Was alle ausgerechnet an George Clooney so toll finden, kann ich nicht nachvollziehen, aber Geschmäcker sind verschieden... ich glaube, dass jede Frau ihren eigenen "George" hat... den man anhimmeln und sich die schönsten Dinge mit ihm ausmalen kann... wenn er auch noch so weit entfernt vom eventuellen realen Partner ist. Der Fantasie sind eben keine Grenzen gesetzt.
Und ich hab überlegt, warum ich den Knaller vermisst habe, das Besondere.... irgendwie kamen mir alle Sachen bekannt vor, aber nicht aus anderen Büchern, sondern aus dem realen Leben... entweder mir oder einer meiner Freundinnen ist mindestens eine der Sachen passiert und wenn man schon mal damit konfrontiert war und sich damit auseinander setzen musste, ist es in diesem Buch dann keine Überraschung mehr. Aber irgendwie kann man das auch richtig als Kompliment sehen, denn die Geschichte ist nicht wirklich überzogen, denn es passiert so auch im Leben... vielleicht nicht ganz so gebündelt, dass es alles ein und derselben Person passiert, aber dafür sind ja Bücher da ;)
Ich fand das Buch gut, sehr gut geschrieben und absolut rund... Dass es MICH nicht überrascht hat, dafür kann ja das Buch nix! Beim Lesen sind mir einige herzhafte Lacher entfleucht, vermisst habe ich allerdings das große Gefühl.
Trotzdem bekommt das Buch von mir persönlich nur 3 Sterne mit deutlicher Tendenz zur 4, denn auch wenn es handwerklich gut gemacht ist, so ist es inhaltlich doch nur eine leichte Weiberliteratur, die mich nicht groß berührt hat.
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