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Samstag, 9. Juni 2012

"Die Pension am Deich" von Sigrid Hunold-Reime



„Die Pension am Deich“ von Sigrid Hunold-Reime, erschienen 2012 im Gmeiner-Verlag ist eine wunderbare, kurzweilige Geschichte für erwachsene Leserinnen, die mal Urlaub vom Alltag haben, aber die üblichen Probleme ebendiesen nicht komplett ausblenden wollen.
Drei von Liebeskummer geplagte Frauen begegnen sich in der Frühstückspension an der Nordsee. Die Pensionsbesitzerin Tomke erhoffte sich von einer Affäre mehr und ist nun wieder allein, die Liebesromanautorin Anna trauert einer längst verflossenen Beziehung hinterher und die Ehefrau Monika zerbricht beinahe daran, dass sie nun wo die Kinder aus dem Haus sind wieder eine Beziehung zu zweit meistern muss. Die Frauen, die sich im Alltag wahrscheinlich nicht begegnet wären, bilden einen Komplott und gehen allesamt gestärkt aus dieser Begegnung!
Das Buch vermittelt einem ein Gefühl von Entspannung und stillem Beobachten. Ich erhielt Einblicke in verschiedene Krisen anderer Frauen, was mir aber nie so nahe kam, dass ich Stress empfand. Viel mehr konnte ich des Öfteren schmunzeln und lernen welche Auswege es aus den verschiedensten Situationen geben kann.
Der Schreibstil ist locker leicht, aber dennoch nicht trivial. Die Autorin ordnet den Kapiteln die jeweilige Sicht einer Dame zu, so dass man alle Perspektiven gut auseinander halten kann. Die Charaktere sind gut ausgewählt und ich konnte mir jede einzelne Person bildlich vorstellen. Das Cover und der Klappentext sind optimal gewählt und vermitteln genau das Gefühl, das ich beim Lesen auch hatte.
Alles in Allem hat mir dieses Buch gut gefallen und ich empfehle es Frauen, die viele Krisen meistern, die sich verdiente Entspannung gönnen und die einen kleinen Urlaub für ihre Seele in Form eines Buches buchen wollen. Ob sie dabei nun zur Nordsee fahren oder auf Balkonien lesen… es wird ihnen gut tun!!!

"Harpyienblut" von Daniela Ohms

„Falsche Frösche - Klatsch den Traumprinz an die Wand“ - Sandra Schönthal

Guillaume Musso: Nachricht von Dir

Donnerstag, 17. Mai 2012

"Der Boss" von Moritz Netenjakob


 vallaha, kreisch, deutsch-türkische Hochzeit!!!


„Der Boss“ von Moritz Netenjakob, erschienen 2012 bei Kiepenheuer & Witsch gewährt uns endlich wieder neue Einblicke in das Leben von Daniel und Aylin, einem deutsch-türkischen Pärchen, das seine große Liebe lockerflockig ausleben könnte, wenn es nicht die liebe Verwandtschaft gäbe.

Daniels Eltern sind antiautoritäre Hardcore-68er und Aylin wuchs in einer typisch türkischen Großfamilie auf. Nun stehen Daniel und Aylin kurz vor ihrer Hochzeit und erleben alle möglichen Dinge, die ihre Liebe und ihren Zusammenhalt auf die Probe stellen. Es beginnt mit der Auswahl des Flitterwochen-Ziels, geht über verschobene Hochzeitstermine und endet beinahe mit einer Trennung… und an allem sind die unterschiedlichen Kulturen der Verwandtschaft schuld! Dazu kommt noch Daniels Selbstfindung, die die Sache noch komplizierter macht. Ist er nun ein angepasstes Weichei oder kann er sich gegen alle äußeren Einflüsse behaupten und durchsetzen???

Das ganze Buch ist wieder mal brüllend komisch, es strotzt vor Übertreibungen und Klischees und verteilt gerecht kleine Spitzen mit deutlichem Augenzwinkern in beide Richtungen !!!

Netenjakob schreibt in einem sehr leichten Stil, der einen dennoch fesselt und nicht mehr los lässt. Der Humor ist teils sarkastisch, manchmal sehr spitz, aber trotzdem immer noch respektvoll und charmant. Der Autor selbst ist mit einer Türkin liiert, die ihm offensichtlich auch bei einigen gut ausgewählten Redewendungen geholfen hat.

Im Vorgänger „ Macho-Man“ (2009, ebenfalls Kiepenheuer & Witsch) lernt man die meisten Beteiligten schon gut kennen, man kann aber auch ohne dessen Lektüre „Der Boss“ lesen und findet sich sehr schnell zurecht.

Beide Cover sind gleich, bis auf die Farbe (Macho-Man pink, Der Boss grün) und den Brautstrauß für den 2. Teil. Das finde ich sehr gelungen, denn dadurch wusste ich sofort, dass es eine Fortsetzung ist.

Ich hoffe, dass es noch mehr Fortsetzungen gibt, denn auch „Der Boss“ ist wieder ein äußerst gelungenes Buch für die lauten Lacher und die orientalischen Momente im Leben.

Freitag, 11. Mai 2012

"Nicht ohne meinen Mops" von Silke Porath

"Die Eifelgräfin" von Petra Schier