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Freitag, 24. August 2012

"Frauenheld" - Lutz Schebesta






"Frauenheld" ist das 2012 bei Bastei Lübbe erschienene Debüt von Lutz Schebesta. Es erzählt die Geschichte des 32-jährigen Bastian, der im Internet die große Liebe sucht und auf so manch sonderbare Dame trifft.

Das Cover ist absolut einladend, ein kleiner frecher Dackel lockt immer, derzeit sind Tiercover extrem in, auch wenn im Buch selbst ein Hund nur für ein paar Gassirunden vorkommt und keine wirkliche Rolle spielt.
Der Titel Frauenheld verspricht einen Helden, einen der den Frauen Gutes tut... oder einen der für viele Frauen etwas besonderes ist... aber Basti ist eigentlich nur einer der aus dem großen Angebot die richtige fischen will.
Der Schreibstil ist sehr einfach und wird noch durch Chatgespräche aufgelockert... das Hirn braucht man zum Lesen also nicht einschalten.

Ich habe das Buch gelesen, weil ich einerseits auf Debütantenjagd bin und weil es einen Tag lang als Gratis-Download bei amazon zur Verfügung stand. ZUM GLÜCK!!! Denn Geld in dieses Buch zu investieren hätte mich im Nachhinein geärgert.

Das Buch ist leider nur mittelmäßig. Es ist extrem simpel, es ist sehr vorhersehbar, die Charaktere sind teilweise stark überzogen und Spannung kommt nicht auf. Leider hab ich auch die wirklich großen Lacher vermisst. Okay, ich habe es zu Ende gelesen, weil es doch das ein oder andere Grinsen fördert... aber ich werde es niemandem ans Herz legen.

Ich denke die Zielgruppe sind Männer und Frauen, die selbst schon sehr chaotische Menschen übers Internet kennengelernt haben und mit dem Buch vor Augen geführt bekommen, dass es anderen durchaus auch so geht. Ausserdem ist das Buch für Leute geeignet, die sonst nicht so die großen Leser sind... denn man benötigt für diese Lektüre keinerlei Sinn für Literatur.

Alles in allem bekommt das Buch von mir 3 von 5 Sternen, denn es ist okay, das Cover reißt viel raus, ab und zu hab ich geschmunzelt und am Ende wurde doch alles gut... so wie ich das selbst erfahren habe, denn nach unzähligen Internetdates, die teilweise noch krasser waren als die im Buch, ist auch mir die Liebe des Lebens begegnet.

Freitag, 17. August 2012

"Sommertöchter" von Lisa-Maria Seydlitz

Freitag, 3. August 2012

"Zimtzuckerherz" von Heike Abibi




Donnerstag, 19. Juli 2012

"In einem Land vor meiner Zeit" - Ina Raki



„In einem Land vor meiner Zeit“ von Ina Raki, erschienen 2012 im Aufbau Verlag ist die Geschichte der 14-jährigen Alina aus Bayern, die sich plötzlich im Jahr 1984 mitten in der DDR - Jugend ihrer Mutter Antje wiederfindet.

Alina bekommt vor ihrem 14. Geburtstag die Tagebücher ihrer Mutter um darin herumzustöbern, den Großteil der Gedanken, Gefühle und Geheimnisse kann sie aber nicht nachvollziehen. In der Nacht vor ihrem Geburtstag schläft sie grübelnd ein und erwacht morgens im Kinderzimmer als Antje… Nun erlebt Alina hautnah wie Antje ihr Leben als Jugendliche in der DDR verbracht hat: Niethose und Nicki, Broiler und Bemme, Pionier und Patenbrigade, Leistungskontrollen und Lenin, Jugendweihe und Jägerschnitzel…

Nach und nach lernt Alina als Antje, was es bedeutet in der DDR aufgewachsen zu sein und wie man mit den wenigen Mitteln trotzdem über die Runden gekommen ist. Aber sie lernt auch die politischen Seiten des Staates kennen, dass es unbequem wurde, wenn man sich nicht angepasst hat und dass die Gedanken eben nicht frei waren. Vorallem aber lernt sie neben den ganzen geschichtlichen Aspekten auch die Geschichte ihrer Familie kennen und wieso ihre Verwandten genau so geworden sind, wie sie sind.

Ina Raki ist es gelungen ein Jugendbuch mit einem modernen Geschichtsbuch zu verbinden. Leser, die eine DDR-Vergangenheit haben, werden in Erinnerungen schwelgen und mit dem heutigen Wissen viele Dinge nochmal überdenken. Lesern ohne diese Erfahrung wird ein klarer Eindruck vermittelt wie ein Leben in der DDR war und wieso „gelernte DDR-Bürger“ immer ein Stück weit ein anderer Typ Mensch bleiben.

Die Buchgestaltung ist sehr gut gelungen: Das Cover ist bunt, fröhlich, jugendlich und zeigt dem Leser dass es um vergangene Zeiten geht, die trotzallem nicht grau und langweilig waren. Der Klappentext ist passend und verrät weder zu viel noch zu wenig. Die Kapitel sind in Tagebuchform und mit verschiedenen Schriftarten gestaltet, was das Buch sehr auflockert und ihm seinen Charme verleiht. Im Anhang findet sich ein kleiner Dolmetscher: DDR-DEUTSCH – Heutiges Deutsch.

Ich hatte viel Spaß mit dem Buch. Da ich selbst in Sachsen aufgewachsen bin, fand ich viele Dinge aus meiner Kindheit im Buch wieder. Beim Mauerfall war ich 9, hab also beim Lesen selbst viel gelernt, z.B. wie das Leben der Jugendlichen und Erwachsenen in der DDR war.

Besonders gut hat mir Alinas Entwicklung während ihrer Zeitreise gefallen. Anfangs war sie eine oberflächliche, konsumgierige, arrogante Göre, lernte aber jede Menge dazu und wandelte sich in eine Person, die die kleinen Dinge, Dankbarkeit und ihre Freiheit zu schätzen lernte.

Das Buch verdient volle Punktzahl. Ich würde es uneingeschränkt allen Altersklassen empfehlen, denn ob jung oder alt, Ossi oder Wessi… jeder kann in diesem Buch noch was lernen und seinen Horizont erweitern. Gerne würde ich es als Schullektüre empfehlen, denn besser kann man als Jugendlicher nicht an dieses Thema herangeführt werden!!!

Vielen Dank an Ina Raki, dass sie viel Liebe und Erinnerungen in dieses Buch gesteckt hat und großen Respekt für ein derartig gut gelungenes Debüt!!! Ich freu mich sehr in Zukunft mehr von ihr zu lesen!!!

Samstag, 9. Juni 2012

"Die Pension am Deich" von Sigrid Hunold-Reime



„Die Pension am Deich“ von Sigrid Hunold-Reime, erschienen 2012 im Gmeiner-Verlag ist eine wunderbare, kurzweilige Geschichte für erwachsene Leserinnen, die mal Urlaub vom Alltag haben, aber die üblichen Probleme ebendiesen nicht komplett ausblenden wollen.
Drei von Liebeskummer geplagte Frauen begegnen sich in der Frühstückspension an der Nordsee. Die Pensionsbesitzerin Tomke erhoffte sich von einer Affäre mehr und ist nun wieder allein, die Liebesromanautorin Anna trauert einer längst verflossenen Beziehung hinterher und die Ehefrau Monika zerbricht beinahe daran, dass sie nun wo die Kinder aus dem Haus sind wieder eine Beziehung zu zweit meistern muss. Die Frauen, die sich im Alltag wahrscheinlich nicht begegnet wären, bilden einen Komplott und gehen allesamt gestärkt aus dieser Begegnung!
Das Buch vermittelt einem ein Gefühl von Entspannung und stillem Beobachten. Ich erhielt Einblicke in verschiedene Krisen anderer Frauen, was mir aber nie so nahe kam, dass ich Stress empfand. Viel mehr konnte ich des Öfteren schmunzeln und lernen welche Auswege es aus den verschiedensten Situationen geben kann.
Der Schreibstil ist locker leicht, aber dennoch nicht trivial. Die Autorin ordnet den Kapiteln die jeweilige Sicht einer Dame zu, so dass man alle Perspektiven gut auseinander halten kann. Die Charaktere sind gut ausgewählt und ich konnte mir jede einzelne Person bildlich vorstellen. Das Cover und der Klappentext sind optimal gewählt und vermitteln genau das Gefühl, das ich beim Lesen auch hatte.
Alles in Allem hat mir dieses Buch gut gefallen und ich empfehle es Frauen, die viele Krisen meistern, die sich verdiente Entspannung gönnen und die einen kleinen Urlaub für ihre Seele in Form eines Buches buchen wollen. Ob sie dabei nun zur Nordsee fahren oder auf Balkonien lesen… es wird ihnen gut tun!!!

"Harpyienblut" von Daniela Ohms

„Falsche Frösche - Klatsch den Traumprinz an die Wand“ - Sandra Schönthal