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Freitag, 11. Mai 2012

"Das Schwein unter den Fischen" von Jasmin Ramadan

"Vollmondstrand" von Petra Klikovits

Freitag, 2. März 2012

"Lucy" von Laurence Gonzales

Lucy öffnet uns die Augen und die Herzen!!!

 

Lucy ist ein Mädchen, das im kongolesischen Dschungel aufwächst und aufgrund des dort herrschenden Bürgerkriegs und der Ermordung ihres Vaters, der Wissenschaftler war, von einer anderen Wissenschaftlerin "adoptiert" wird und mit ihr nach Chicago zieht. Dort wird sie mit der modernen, amerikanischen Welt konfrontiert.

Soweit klingt es nach "Das Dschungelkind" von Sabine Kuegler oder "Das Mädchen vom Amazonas" von Catherine Rust.

Aaaber... im Klappentext und in Passagen der Leseprobe wurde angedeutet, dass Lucy kein normales Menschenkind ist, sondern das Produkt aus den wissenschaftlichen Experimenten ihres Vaters und dass sie halb Mensch halb Menschenaffe ist. Lucy hat nicht nur extrem gute Sinne und eine außerordentliche Intelligenz und Auffassungsgabe, sie handelt auch instinktiv in vielen Situationen wie ein Menschenaffe.

Ich war schon seit Ankündigung sehr gespannt auf das Buch, denn schon das Cover zog meine volle Aufmerksamkeit auf sich. Dann der spannende Klappentext und die vielversprechende Leseprobe. Schnell wusste ich: Mal wieder ein Buch für mich!!!

Zuerst befürchtete ich zwar, dass mich die Fiktion der Hybride zwischen Menschen und Menschenaffen vielleicht abschrecken würde, was dann aber überhaupt nicht der Fall war. Vielmehr hatte ich sehr oft das Gefühl, dass die Fiktion keine solche ist, sondern dass ich eine wahre Geschichte lese.
Anfangs war der Schreibstil noch etwas "kühl", ich hatte noch etwas die Gefühlsseiten der Protagonisten vermisst, aber das kam schnell in den anderen Kapiteln. Und im Verlauf des Buches hab ich mich komplett in der Gefühlswelt von Lucy und den anderen zurechtgefunden.

Ich war sehr gespannt darauf, wie gut das Buch von wissenschaftlicher Seite her recherchiert ist. Ich kenn mich recht gut mit Menschenaffen aus und da es speziell um Bonobos gehen soll, hoffte ich, dass das Wesen der Bonobos genug beachtet wurde. Und ich muss sagen, dass es perfekt gelungen ist!!!

Alles in allem hat mich diese Geschichte sehr bewegt, sehr berührt und sehr zum Nachdenken gebracht. Sie kritisiert uns Menschen, verdeutlicht uns, wie falsch viele von uns denken und handeln. Vor allem aber huldigt/ehrt diese Geschichte die Tierwelt und die Natur!!! Und sie macht uns Menschen klar, dass unser Einmischen in die Gesetze der Natur zu noch viel größeren Problemen führt!!! Die thematisierte Rückkreuzung zur Natur/Tierwelt hin, fand ich eine gelungene Idee, denn Lucy ist das tollste Wesen, das ich in meiner Buchwelt kennenlernen durfte!!!

Donnerstag, 9. Februar 2012

Mila Lippke: Morgen bist Du noch da

Samstag, 28. Januar 2012

Susanne Fröhlich: Die Krähe, der Hund, das Om ... und ich

Freitag, 13. Januar 2012

Isabel Beto: Die Bucht des grünen Mondes



Eine historische Geschichte zum Träumen, zum Mitleiden, zum Verlieben und Nachdenken, die einen sehr aktuellen Hintergrund hat.

Das Cover ist wunderschön und das Grün passt sehr gut zum Thema Südamerika. Der Titel klingt sehr verlockend und produziert in meinem Kopf gleich schöne Bilder. Die Idee mit der verzierten Schnittkante war mir neu und ich bin immernoch sehr begeistert davon.

Der Klappentext ließ mich an " Vom anderen Ende der Welt" von Liv Winterberg denken, aber beim Lesen stellte ich dann schnell fest, dass es diesmal nicht die Idee der Protagonistin ist den Kontinent zu verlassen, sondern die des deutschen Vaters, der seine Tochter an einen reichen Mann in Brasilien versprochen hat.

Der Einstieg war schon sehr gut und ich befand mich gleich im Zeitalter, denn ich konnte mir schnell einfühlen, wie es auf den Völkerschauen war (ich habe aber auch in Zoohistorischen Büchern bereits viele Bilder davon gesehen). Meine Fantasie war schnell angeregt, wie es weitergehen könnte...
Die Geschichte beinhaltet auf der einen Seite die Europäer und wie sie miteinander und mit Fremden umgehen, auf der anderen Seite die Fremden, wie sie mit den Europäern umgehen und dann noch die komplett fremde Welt der "Wilden". Ich fand es sehr, sehr, sehr spannend.

Sehr gut ist beschrieben, wie arrogant sich die Europäer aufführen und ihre Geldgier über das Leben und die Lebensräume von anderen stellen. Nicht nur damals, sondern auch heute noch (und gerade extrem aktuell) ist das Thema "Geld regiert die Welt und dafür wird die Natur komplett geopfert" ein sehr heikles und auch spannendes Thema.

Das Buch beinhaltet immer wieder Kehrtwenden, die Entwicklung der Geschichte ist bisher immer wieder anders verlaufen als ich mir anfangs ausgemalt habe und das mochte ich wirklich sehr. Nichts ist langweiliger als ein Buch bei dem man schon ahnt wie es weitergeht und endet. Aber "die Bucht des grünen Mondes" bietet immer wieder neue Aspekte!

Ich erwischte mich immer wieder, dass ich nach bestimmten Begriffen googlete, weil ich es so interessant fand... die Pflanzen, die Tiere, die Drogen oder die Geistergestalten... und dabei stelle ich immer wieder fest, dass das nicht alles von „Isabel Beto“ ausgedacht, sondern lupenrein recherchiert ist.
Die Entwicklung der Hauptfigur Amely gefällt mir sehr gut, sie wird immer stärker und selbstbewusster und versucht diese gewaltvolle, dekadente, verlogene Welt zu zerstören und für die liebevolle, ursprüngliche, naturverbundene Welt der Indianer kämpft.

Beim Lesen dachte ich auch oft an Europäische Menschen, die in solchen Dschungeln groß geworden sind und darüber Bücher geschrieben haben, so wie Sabine Kuegler oder Catharine Rust, deren Bücher ich auch verschlungen habe.
Den letzten Teil mochte ich von allen Teilen am Wenigsten, das ganze Ende war nicht so nach meinem Geschmack. Trotzdem bin ich schwer verliebt in dieses Buch und in die Welt von Amely und Aymaho und das Buch bekommt von mir 5 Punkte, weil zwar das Ende von mir nur 4 von 5 Punkten bekommt, aber die ganze Geschichte, das Cover, der Titel etc. mehr als 5 Punkte verdient!!!

Sehr oft hatte ich das Gefühl, dass ich keinen Roman vor mir hab, sondern eine echte Geschichte und das empfinde ich als absolute Hochleistung von der Autorin!!!

Montag, 19. Dezember 2011

"Holunderküsschen" von Martina Gercke




"Holunderküsschen" von Martina Gercke, jetzt auch als Printausgabe erhältlich, ist eine wunderbare Mädels-Geschichte für zwischendurch um sich vom stressigen Alltag abzulenken.
Die Hauptfigur Julia ist 29 und ist mit ihrem Leben als Verlobte mit Job in der Familienfirma, regelmäßigen Tatort-Abenden und allem was dazu gehört, so zufrieden, dass sie sich im Internet auf Hochzeitsseiten rumtreibt. Sie fühlt sich sicher und hinterfragt nix.
Doch dann findet sie raus, dass dieses Leben eine bunt schillernde Seifenblase ist, die laut knallend zerplatzt. Vor lauter Schreck und Schmerz betrinkt sie sich und flüchtet zu ihrer besten Freundin nach Hamburg. Auf der Zugfahrt begegnet sie einem jungen Mann, der noch eine tragende Rolle in der Geschichte bekommt.
Nach und nach beginnt sie zu begreifen, dass ihr Lebensplan komplett überdacht werden muss und mithilfe ihrer besten Freundin Katja beginnt sie daran zu arbeiten.
Julia ist in ihrem Verhalten sehr extrem und überzogen, die steigert sich sehr gerne in ihre Gedankenwelt rein. Aber das macht die ganze Geschichte sehr witzig und ich erkannte mich oft wieder. Zum Glück hat sie eine beste Freundin, die sie immer wieder runterbringt und immer zu ihr hält.
Alle Figuren sind sehr klar umschrieben und man entwickelt schnell Sympathien und Antipathien, auch wenn man sich nicht so schnell vom ersten Eindruck blenden lassen sollte, so wie es Julia gerne macht.
Das Cover ist zwar sehr pink, aber trotzdem finde ich es ganz gut, vor allem mit dem Wissen, dass es die Autorin mit einfachsten Mitteln selbst gestaltet hat.
Beim Lesen dachte ich oft an große deutsche Schriftstellerinnen wie Kerstin Gier oder Ildiko von Kürthy. Wer also Fan dieser tollen Frauen ist, wird auch mit Martina Gercke viel Spaß haben.
Alles in allem ein gutes Buch für Zwischendurch, wenn man sich nicht mit großen Weltproblemen auseinandersetzen, einfach mal abschalten und sich über Klischees und Macken von Frauen amüsieren will.