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Sonntag, 9. Juni 2013

“Der Selbstversorger“ - Wolf-Dieter Storl



“Der Selbstversorger“ Wolf-Dieter Storl schenkt uns in seinem aktuellen Buch (erschienen 2013 bei Gräfe und Unzer) Einblicke in das perfekte Zusammenspiel von Mensch und Natur. Er versorgt sich und seine Familie ausschließlich mit selbst Angebautem aus dem eigenen Garten und lebt damit nicht nur gesund, sondern auch sehr ausgewogen. 


Der heutige Kulturanthropologe und Ethnobotaniker Wolf-Dieter Storl wuchs mitten in der Natur auf und lernte von vielen klugen Wegbegleitern, welche Kräuter und Pflanzen er für sämtliche Wehwehchen oder gegen großen Hunger verwenden kann. Dieses gesammelte Wissen gibt er nun weiter und erklärt dem Leser auch, wie er sein eigenes  Selbstversorgerreich aufbauen und pflegen kann. Dabei lernt der Leser viel über die europäische Pflanzenwelt und wie man sie nutzt. Ich war erstaunt, was man alles essen kann und wie vielfältig die Naturapotheke ist. 

„Wer die essbaren Wildpflanzen seiner Umgebung kennt, kann sich völlig kostenlos gesund ernähren“. 

Das Buch beginnt mit der Lebensgeschichte des Autors, wie er aufwuchs und zu dem wurde, der er heute ist. Nach und nach bindet er dann ein, welche Kräuter ihm über diverse Krankheiten hinweg halfen und welche Wurzeln, Knospen und Blätter er für eine gesunde Ernährung verwendet. Weiter geht’s mit den Grundlagen des Gartenbaus und jeder Menge hilfreicher Tipps und Kniffe gegen Schädlinge und unerwünschte Begleitkräuter.  Am Ende listet er noch jede Menge Fachwissen zur Kompostierung, Gartenjahreszeiten und Haltbarmachung auf und erwähnt ganz zum Schluß noch viele weiterführende Links und Buchtipps.

Die moderne Zivilisation mag diese Lebensphilosophie belächeln, aber der moderne Mensch hat einfach verlernt mit und von der Natur zu leben. Es scheint so viel einfacher, aber vor allem bequemer zu sein, in den Laden zu gehen und sich Obst und Gemüse aus aller Welt zu kaufen. Der daraus entstandene Weltmarkt mit elend langen Transportwegen zerstört nicht nur die Umwelt, sondern verschafft dem Kunden auch auf Reisen künstlich nachgereifte Ware, die seine besten Inhaltsstoffe nie entwickeln durfte oder durch Chemie oder genetische Veränderung verloren hat.

Ich bin sehr begeistert von diesem Buch, denn ich bin zwar naturverbunden, wusste aber von dem Buchinhalt nicht mal einen Bruchteil. Ich habe mich an einige Begriffe aus dem DDR-Schulgarten erinnert und besonders gut gefiel mir die Lebensgeschichte des Autors. Etwas wankend bin ich beim Thema Illustrationen, denn sämtliche Pflanzen sind nur gezeichnet, was für Unwissende sicherlich eher schwieriger erkennbar ist als ein gutes Foto. 

Leider empfinde ich das ebook nicht so sehr als geeignet, da es eher schwierig ist dieses als Nachschlagewerk zu nutzen oder dem Nachbarn für die Erweiterung seines Wissens zu leihen. Wer das Buch also wirklich zur Erweiterung seines Gartenwissens haben will, sollte es sich als Printausgabe zulegen.

Für das Werk vergebe ich 4 von 5 Punkten, denn es ist sehr informativ, hilfreich und spiegelt eine wundervolle Philosophie wieder. Ich bin sehr dankbar, dass es noch Naturburschen gibt, die das wirklich sinnvolle Wissen nicht verschwinden lassen!

Montag, 3. Juni 2013

"Die Schicksalsgabe" - Barbara Wood



Ich habe mir vor Jahren angewöhnt auch Büchern eine Chance zu geben, die ich nicht auf den ersten Blick auswählen würde. Ob es ein gefundenes, empfohlenes oder ein gewonnenes Buch ist, manche Bücher finden zu mir ohne dass ich sie mir bewusst ausgesucht habe. 

Willkommen ist aber erst mal jedes Buch!


Genau so erging es mir mit Barbara Wood: „Die Schicksalsgabe“. Ich habe es in einem großen Buchpacket gewonnen und da ich ahnte, dass es mich nicht vom Hocker reißt, habe ich es beim Welttag des Buches weiter verlost. Da ich davon aber auch eine ebook-Ausgabe besitze und mit meinen Gewinnern der Blogger-schenken-Lesefreude-Aktion je ein Projekt „gemeinsames Lesen und Rezensieren“ veranstalte, habe ich nun dieses Buch angefangen. 


 So leid es mir auch für Bücher tut, wenn ich sie abbreche, weil sie mich nerven…


Aber dieses Werk beende ich nun bei Seite 65, denn bisher hat es mich nicht gepackt, nicht berührt und nix darin hat mich interessiert. 
Es ist zwar einigermaßen gut geschrieben und ich kann mir gut vorstellen, dass dieser Schreibstil eine große Fanschar besitzt, aber thematisch passt es so gar nicht in meine Welt. Für mich ist es zu krampfhaft episch und Geschichte war noch nie mein Interessengebiet, demzufolge habe ich von den ganzen Hintergründen auch keine Ahnung, die man vielleicht benötigt um die Zusammenhänge zu begreifen. 


Ich bin einfach kein Typ für historische Romane mit Hokuspokus und Klischees. 


Dennoch werde ich es in nächster Zeit mit einem anderen Roman von Barbara Wood versuchen, denn ich kann mir gut vorstellen, dass ein Buch von ihr mit einem anderen Hintergrund mich doch packen könnte.


"Inselsturm" - Petra M. Klikovits



„Inselsturm“ ist der zweite Ibiza-Frauen-Psychologie-Roman von Petra M. Klikovits, den sie beim Gmeiner-Verlag veröffentlichte. 


 Diesmal stürzt sich die Psychologin und Weinliebhaberin Rosa Talbot in ihr Abenteuer „Freiheit und Selbstfindung“. Sie lässt ihr altes Leben in Wien hinter sich und zieht in das Haus auf Ibiza, welches sie sich im Vorgängerwerk „Vollmondstrand“ zugelegt hat. Auf ihrem Trip begegnet sie jeder Menge interessanten Leuten, aber vor allem sich selbst, denn sie hat nun genug Zeit sich mit ihrer eigenen Psyche auseinanderzusetzen. 

Man kann „Inselsturm“ sehr gut verstehen, wenn man „Vollmondstrand“ nicht gelesen hat, aber dennoch lohnt es sich sehr beide Bücher zu lesen. 

Im Vergleich hat mir „Inselsturm“ besser gefallen, denn es hat mich persönlich mehr betroffen und war auch irgendwie unverkrampfter und lockerer geschrieben als „Vollmondstrand“. Diesmal kannte ich die meisten Protagonisten schon und konnte auch mehr über den Humor lachen. Auch die psychologischen Ansätze haben mich sehr zum Nachdenken angeregt und oft kam es mir vor, als würde Petra M. Klikovits direkt aus meiner Seele schreiben. 

Das Buch beinhaltet mehr als es auf den ersten Blick verspricht. Es ist einerseits eine wundervolle, lockerleichte Urlaubslektüre. Aber andererseits ist es mit sehr viel Tiefgang, jeder Menge Humor, der auch mal sehr schwarz ist, einer gut eingewebten Krimistory und vielen gefühlvollen Gedankengängen aus der Psychologenlaufbahn der Autorin, gespickt. 

Am besten kann das Buch mit einem eigenen Ausschnitt für sich selbst werben: "Es ist fein, wenn man von den wichtigen Dingen im Leben ein bisschen etwas verstand. Genießen, entspannen und das Leben so nehmen, wie es eben kam." 

Von mir bekommt das Buch volle Punktzahl, denn es hat mich entspannt, berührt, mir positive Gedanken geschenkt und ich freue mich sehr auf neue Abenteuer von Rosa Talbot, mit der ich gerne mal eine Flasche Wein öffnen würde.

Montag, 20. Mai 2013

Howard L. Anderson: "Albert-Ein glorreiches Schnabeltier"

Howard L. Anderson veröffentlichte 2013 mit „Albert-ein glorreiches Schnabeltier“ einen angeblichen USA-Überraschungserfolg mit Schnaps, Schusswaffen und Beuteltieren, ähnlich der Farm der Tiere, nur lustiger. 


Meine Erwartungen an Albert waren hoch, schließlich sollte er mir seine australische Welt erklären und näherbringen. Bisher weiß ich viel zu wenig von Australien und war deshalb sehr neugierig auf das Buch. Doch wenn Australien das ist, was Albert mir in der ersten Hälfte des Buches präsentiert hat, dann rutscht dieser Kontinent weit hinter auf meiner Reisewunschliste.

Ich erwartete Abenteuer, Humor und neue Erkenntnisse über die Tierwelt. Aber leider hab ich bei Seite 125 beschlossen, das Buch abzubrechen, denn ich habe nicht ein einziges Mal herzhaft gelacht und war auch von der Story sehr wenig mitgerissen. Ich finde schade, dass die Umsetzung dieser eigentlich sehr guten Idee mich nicht erreichen konnte. 

Der Anfang war noch ganz interessant, Albert bricht aus dem Zoo aus um das Alte Australien zu suchen, von dem er die fantastischsten Geschichten gehört hat. Auf seinem Trip begegnet er sehr skurilen Typen, die ihm aus der Patsche helfen. 

Aber Alberts und mein Weg trennten sich trotzdem, denn irgendwo in der australischen Wüste haben wir uns verloren.

Mittwoch, 15. Mai 2013

Eulenpost von Lovelybooks

Lovelybooks verschenkt wieder tolle Lesezeichen!!! 

Diesmal sind es Eulen, wie passend!!! 

Geht einfach auf folgenden Link:


Wer noch nicht bei LB angemeldet ist, kann auch Lesezeichen bestellen... aber ich rate Euch, meldet Euch trotzdem bei diesem Portal an, denn es ist für mich das Beste unter allen Buchseiten!

Ihr findet mich dort unter Tinkers... also scheut Euch nicht mir eine Freundschaftsanfrage zu senden, ich bin neugierig auf Eure Bibliotheken... und vielleicht nehmen wir mal an der ein oder anderen Leserunde gemeinsam teil!

Hier findet ihr meine Bibliothek:

Liebe Grüße

Tinkers

Mittwoch, 1. Mai 2013

Marina Boos: „Die Nacht der Geparden“



„Die Nacht der Geparden“ ist für mich ein Debüt der Extraklasse. Es hat mich persönlich sehr berührt, da es mir die Worte schenkte, die ich wochenlang gesucht habe, um meine eigenen Gefühle nach einer Afrikareise zu beschreiben.



Marina Boos hat 2013 mit diesem Jugendthriller im Planet-Girl-Verlag ihren Debütroman veröffentlicht. Darin reist die 16-jährige Mia nach Namibia in Südwestafrika um ihrem Bruder zu begegnen, der aufgrund diverser Probleme mit Familie und Gesellschaft untergetaucht ist. Vor Ort wird Mia mit einem Mord, Großwildjägern, Rassismus und Korruption konfrontiert. Aber sie verliert auch ihr Herz… nicht nur an Afrika. 

Alleine das Cover in Tagebuchoptik mit Gepardenfoto hat mich schon so sehr gelockt, sodass ich ahnte, das Buch wäre was für mich. Dann versprach der Klappentext eine spannende Geschichte mit viel Afrika und ab Seite 1 war ich sofort gefangen und konnte das Buch nicht weglegen. Der Schreibstil ist äußerst angenehm, bildreich und treffend.

Gleich zu Beginn hat mich das Afrikazitat aus Mia‘s Tagebuch sehr sehr sehr berührt, denn es sind die Worte, die ich seit meinem Afrikabesuch im März gesucht hab. Danke, Mia :)

"Afrika ist gar nicht der schwarze Kontinent, nicht das Herz der Finsternis: Afrika ist der Kontinent des Lichts und des Lebens!" 



Obwohl es sich um einen Jugendthriller handelt,  ist das Buch auch für uns Ü30 geeignet, denn es hat zwar eine relativ leicht verdauliche, spannende Story, besitzt aber dennoch einen Tiefgang, der auch „ältere Jugendliche“ beeindrucken wird.  

Der Lerneffekt ist für den Leser sehr groß, denn das Buch beinhaltet neben jeder Menge landestypischer Tiere auch jede Menge landestypischer Begriffe. Sicher müssen einige nach Damaraschafen, Braai oder gar Kudus googeln, aber ich finde es lobenswert, wenn der Leser nicht mit den üblichen Publikumslieblingen aus dem Zoo abgespeist wird, sondern auch etwas über das Land und seine Eigenheiten lernt. 

Außerdem bietet das Buch dem jungen Leser auch viele Denkansätze zum Thema Natur- und Tierschutz. Ich persönlich war schwer begeistert von den Argumenten, die ich gerne in der nächsten Diskussion verwenden werde.
Ich werde das Buch noch mehrfach lesen, denn es bringt meinen Kopfkino zum Laufen und weckt die schönsten Erinnerungen an die aufregendste und bewegendste Zeit meines Lebens! 

Gratulation an die Autorin zu einem hervorragenden Debüt! Ich hoffe sehr, dass sie bald nachlegt und uns Leser wieder mit derartig guten Formulierungen und sauber ausgearbeiteten Spannungsbögen verwöhnt.  

Definitiv bekommt das Buch von mir volle Punktzahl!!!

Blogger schenken Lesefreude: Die Verlosung!!!

Hallo Ihr Lieben!!!


Bis gestern konntet ihr auf meinem Blog und auf meiner FB-Seite an Gewinnspielen teilnehmen!

Heute habe ich in mühsamer Kleinarbeit Lose gebastelt und die Verlosung mit Anwesenheit meines guten Gewissens stattfinden lassen.

Insgesamt hatte ich 43 Lose:

  7 für Barbara Wood, 
25 für Cecilia Ahern,
 7 für Sabine Niese und 
4 für Gisela Johannßen!

Hier alle Losgläser:


Nun hab ich alle Gläser ordentlich geschüttelt und einzeln ausgeschüttet... und dabei entstanden dann diese Bilder:









Und hab die Gewinner gezogen und hier nun die Bilder dazu:






Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner. Ich melde mich per Mail bei Euch und dann besprechen wir alles weitere! 

Ich freue mich riesig auf 4 tolle Bücher und 
4 tolle Rezi-Projekte!!! 

 

Barbara Wood "Schicksalsgabe": Stefanie Kamm

Cecilia Ahern "Hundert Namen": Franziska Hering

Sabine Niese "Solange mein Herz für Euch schlägt": Katey1985

Gisela Johannßen: "Als Frau allein durch Afrika": Beate Gernhuber FB

 

Jeder Gewinner bekommt je noch eine Sonderausgabe von Axel Hacke "Deutschlandalbum"  vom 2012 Welttag des Buches dazu!

Yippieh, ich freu mich!!!